Lagebild zum Hackerangriff auf Telekomgeräte

Unsere Partner von der FU Berlin im Projekt RiskViz haben zum aktuellen Angriff auf die Router der Telekom ein detailliertes Lagebild erstellt. Nach den USA ist Deutschland am Häufigsten betroffen. Details des Lagebildes und weitere Karten können bei der FU eingesehen werden.

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Quelle: Freie Universität Berlin/scadacs.org

IT-Sicherheitsforum zu Kritischen Infrastrukturen

Digitale Technologien durchdringen heute nahezu alle Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft. Auch Infrastrukturen von essentieller Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen wie die Energie- und Kommunikationsinfrastruktur, Industrienetzwerke und Verkehrsleitzentralen werden zunehmend von IT-Systemen gesteuert, die mit dem Internet verbunden sind. Damit wird der Schutz der „Kritischen Infrastrukturen" (KRITIS) vor Cyberangriffen zu einer zentralen Herausforderung der digitalen Gesellschaft.

Welche Fragen mit diesen Veränderungen aufkommen und wie derzeit damit umgegangen wird, soll am 23.11. um 18 Uhr im IT-Sicherheitsforum diskutiert werden. Der Präsident des BSI, Arne Schönbohm, wird dazu eine Keynote-Rede halten. In der Podiumsdiskussion wird Dr. Tim Stuchtey die gesellschaftlichen Implikationen erläutern. Die aktuellen Projekte des BIGS zu diesem Förderschwerpunkt können Sie beim anschließenden Get together kennenlernen, wenn Sie sich hier anmelden.

Programm IT Sicherheitsforum "IT-Sicherheit für Kritische Infrastrukturen"

 

Security Management Education in Europe

Im Rahmen des fit4sec Projektes hat Alexis Below eine Studie durchgeführt, um herauszufinden, wie es in Europa um die Security Management Studiengänge bestellt ist. Dazu hat er Hochschulen in Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Deutschland betrachtet und die Studiengänge miteinander verglichen.

Ergebnis war, dass in allen untersuchten europäischen Ländern dementsprechende Studiengänge existieren. Hier zeigte sich, dass diese Studiengänge noch in den Kinderfüßen stecken und noch wenig international ausgerichtet sind.

Die ganze Studie mit detaillierten Informationen und Ausblicken zum Thema finden Sie hier.

alexis bild

Aktuelles PizzaSeminar

Mit der fortschreitenden Digitalisierung und der damit einhergehenden Zunahme von Cyberrisken gewinnt auch das Thema Cyberversicherungen an Bedeutung. Warum kann man sich nicht so einfach gegen Cyberangriffe versichern, wie gegen Diebstahl? Im Rahmen des Forschungsprojektes RiskViz haben wir eine Studie zu „Cyberversicherungen als Beitrag zum IT-Risikomanagement“ erstellt, in der wir die Versicherbarkeit von IT-Risiken sowie die Markthemmnisse und Entwicklungsfaktoren des Cyberversicherungsmarktes analysieren und insbesondere die Märkte in Deutschland, der Schweiz, den USA und Großbritannien betrachten. Dazu fand das vergangene PizzaSeminar am 12.09.2017 im Haus der Commerzbank statt.

Das Thema


Veröffentlichung der BIGS- Studie 2017, Standpunkt Nr. 8: „Cyberversicherungen als Beitrag zum IT-Risikomanagement – Eine Analyse der Märkte für Cyberversicherungen in Deutschland, der Schweiz, den USA und Großbritannien“.

Mit seiner aktuellen Studie beleuchtet das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit Märkte für Cyberversicherungen in vier verschiedenen Ländern und insbesondere im Hinblick auf Kritische Infrastrukturen. „Welche ordnungspolitischen Rahmenbedingungen begünstigen Nachfrage und Angebot in den jeweiligen Märkten und gelingt es, effizient das Cyberrisiko berechenbar zu machen und in die Hände von Versicherungsunternehmen zu transferieren?“ sind Kernfragen, die in der Studie analysiert werden.
Dabei wird zunächst die Rolle von Versicherungen im ökonomischen Umgang mit Cyberrisiken dargestellt und ein ganz besonderer Fokus auf industrielle Cyberrisiken gelegt, denn immer häufiger werden industrielle Prozesse über das Internet gesteuert. Nicht so sehr der Datendiebstahl mit dem Tatwerkzeug Internet steht also im Vordergrund, sondern die Manipulation oder gar Sabotage industrieller Produktionsprozesse über SCADA- und Industrielle Kontrollsysteme. In diesem Zusammenhang diskutieren wir zudem die Notwendigkeit von Sicherheitsstandards im Cyberraum sowie die Notwendigkeit staatlicher Regulierung zur Erhöhung des Sicherheitsniveaus.

Dieses PizzaSeminar bietet Ihnen die Gelegenheit, direkt mit einigen der Autoren der Studie ins Gespräch zu kommen.

Dr. Constance P. Baban leitet als Senior Research Fellow am BIGS das Forschungsprojekt „RiskViz - Risikolagebild der industriellen IT-Sicherheit in Deutschland“. Im Anschluss an ihr Studium der Linguistik sowie der Politik-, Medien- und Kommunikationswissenschaft promovierte sie 2012 an der Leibniz Universität Hannover über die innere Sicherheitspolitik Deutschlands. Sie ist Non-Resident Fellow im Foreign and Domestic Policy Program des American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) an der Johns Hopkins Universität in Washington, D.C. und hat mehrere Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Sicherheitsforschung, Digitalisierung sowie Public Sector.

Yvonne Gruchmann ist seit September 2013 Research Fellow am BIGS. Im Rahmen des Forschungsprojektes „RiskViz - Risiko-lagebild der industriellen IT-Sicherheit in Deutschland“ beschäftigt sie sich u.a. mit Risikobetrachtungen zu cyber-physischen Systemen. Sie ist Diplom-Volkswirtin und hat in Göteborg sowie Potsdam Volkswirtschaftslehre mit besonderem Fokus auf die empirische Wirtschaftsforschung studiert. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft an der Universität Potsdam.

Dr. Christopher Paun arbeitet als Senior Research Fellow am BIGS und hat einen Forschungsschwerpunkt auf Kooperationen zur Gewährleistung von Sicherheit, einschließlich internationaler Kooperation, Zusammenarbeit von verschiedenen Behörden und öffentlich-privater Kooperation. Die Promotion schloss er an der Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS) ab, nachdem er zuvor Internationale Beziehungen, Politikwissenschaft und Kulturwissenschaften in Frankfurt (Oder), Potsdam, Berlin und Washington, D.C. studiert hatte.

Dr. Tim H. Stuchtey hat Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster studiert und an der Technischen Universität Berlin promoviert. Seit 2010 ist er geschäftsführender Direktor des BIGS und forscht im Bereich der Ökonomie der Sicherheit. Zuvor war Tim Stuchtey u.a. Programdirector Business and Economics am American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) an der Johns Hopkins University in Washington, D.C. und Leiter des Präsidialbereichs an der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Das PizzaSeminar famd im Rahmen des European Cybersecurity Month statt.

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