Lagebild zum Hackerangriff auf Telekomgeräte

Unsere Partner von der FU Berlin im Projekt RiskViz haben zum aktuellen Angriff auf die Router der Telekom ein detailliertes Lagebild erstellt. Nach den USA ist Deutschland am Häufigsten betroffen. Details des Lagebildes und weitere Karten können bei der FU eingesehen werden.

TR069 Germany 20161123

Quelle: Freie Universität Berlin/scadacs.org

HERMENEUT

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Cyber-Angriffe auf Unternehmen gehören mittlerweile zum Alltag. In diesem Zusammenhang wird bei Cyber-Risiken etwas überspannt nur noch zwischen solchen Unternehmen unterschieden, die schon gehackt wurden, und solchen, die es lediglich noch nicht registriert haben. Die klassische Risikoanalyse und Herangehensweise, die darauf abzielt, physische Unternehmenswerte zu schützen und zu versichern, greift bei Cyber-Angriffen jedoch zu kurz.

Durch den technologischen Wandel hin zu einer digitalen Wirtschaft spielen immaterielle Vermögenswerte wie z.B. Reputation, geistiges Eigentum, Unternehmenskompetenzen, spezielles Know-how, Daten etc., eine immer größer werdende Rolle. Der immaterielle Schaden, der den Unternehmen durch Cyber-Angriffe entstehen kann, wird zunehmend zum größeren Risiko. Vor diesem Hintergrund soll das Projekt “Enterprises’ Intangible Risks Management via Economic Models Based on Simulation of Modern Cyber-Attacks – HERMENEUT“, das im Rahmen des EU-Forschungsprogrammes Horizon 2020 gefördert wird, einen Beitrag zur Förderung einer entsprechenden Risikomanagement-Kultur, vor allem in Bezug auf immaterielle Vermögenswerte, in Unternehmen und Branchen leisten. Dabei sollen u.a. folgende Fragestellungen untersucht werden:

- Wie funktioniert das Geschäftsmodell der Angreifer?
- Mit welchen kurz-, mittel- und langfristigen Konsequenzen muss ein Unternehmen durch Cyber-Angriffe rechnen, und welche Folgen und Risiken können für materielle und immaterielle Vermögenswerte entstehen?
- Durch welche Formen von Cyber-Angriffen, neben dem Diebstahl von Daten aus Firmendatenbanken, können schwerwiegende materielle und immaterielle Schäden entstehen?
- Hängt die Angriffs- oder Erfolgswahrscheinlichkeit von der Geschäftsart, der Marktgröße und oder der Marktmacht ab?
- In welchem Zusammenhang steht der Digitalisierungsgrad eines Unternehmens zur Schadenshöhe, in Folge eines Cyber-Angriffes?
- Welchen Einfluss hat die Veröffentlichung von Exploits auf die Angriffswahrscheinlichkeit?

Im Mittelpunkt des Forschungsbeitrages des BIGS im HERMENEUT-Projekt steht die Entwicklung eines ökonomischen Modells, welches Unternehmen als Grundlage für Risikoanalysen und zur Kalkulation bzw. Bilanzierung der immateriellen Vermögenswerte im Zuge eines Cyber-Angriffes dienen soll. Das Konsortium besteht aus elf am Projekt beteiligten Partnern aus Belgien, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Israel und Italien.

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