Lagebild zum Hackerangriff auf Telekomgeräte

Unsere Partner von der FU Berlin im Projekt RiskViz haben zum aktuellen Angriff auf die Router der Telekom ein detailliertes Lagebild erstellt. Nach den USA ist Deutschland am Häufigsten betroffen. Details des Lagebildes und weitere Karten können bei der FU eingesehen werden.

TR069 Germany 20161123

Quelle: Freie Universität Berlin/scadacs.org

Expertenworkshop Rohstoffgovernance

Expertenworkshop zum Thema „Nationale Versorgungssicherheit, internationale Rohstoffpolitik und nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit – Eine Gleichung ohne Lösung?" am 08.07.2013 in Frankfurt am Main

In Kooperation mit dem American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) und dem ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. veranstaltete das BIGS mit Unterstützung des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Expertenworkshop zum Thema Rohstoffgovernance, bei dem deutsche und US-amerikanische Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung über eine Wachstum und Entwicklung fördernde Rohstoffpolitik, internationale Rohstoffstrategien und gemeinsame Kooperationsmöglichkeiten diskutierten.

In der Diskussion wurde deutlich, dass die Interessen der deutschen Industrie mit den Grundsätzen einer entwicklungsförderlichen Rohstoffpolitik im Einklang stehen. So sind hohe Umwelt- und Sozialstandards zunehmend auch ein Wettbewerbsvorteil. Deutsche Unternehmen haben ebenfalls ein Interesse an verbesserten Rahmenbedingungen in Entwicklungsländern in Form von guter Regierungsführung, Transparenz und nachhaltigem Wirtschaften. Die ressortübergreifende deutsche Rohstoffpolitik, in der das BMZ mit seinen entwicklungspolitischen Instrumenten eine entscheidende Rolle spielt, leistet dafür einen wichtigen Beitrag. Gleichwohl wurden Maßnahmen wie die Zertifizierung von Konfliktressourcen oder die bisherigen Rohstoffpartnerschaften auch kontrovers diskutiert. Von der Wirtschaft wurden grundsätzlich mehr Unterstützung für politische Initiativen sowie die Entwicklung von eigenen Konzepten für eine bessere Rohstoffpolitik gefordert.

Mit Blick auf die Chancen einer effektiven internationalen Rohstoffgovernance wurde festgestellt, dass Deutschland auch mit Ländern wie den USA trotz grundlegender struktureller Unterschiede der beiden Volkswirtschaften in Bezug auf Rohstofffragen gemeinsame Anknüpfungspunkte finden kann. Anders als Deutschland verfügen die USA über kommerziell abbaubare mineralische und energetische Rohstoffe sowie eigene große Minen- und Bergbaufirmen. International können dabei der Kampf gegen Rohstoffkartelle oder die Schaffung von mehr Transparenz im Rohstoffhandel Ansätze für Verhandlungen auf multilateraler Ebene bieten, die auch für Schwellenländer wie China attraktiv wären. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die G20 für solche Initiativen das am besten geeignete Forum sein würde, um alle relevanten Rohstoffproduzenten und -konsumenten zusammenbringen. Neben einer gemeinsamen Verhandlungsagenda wären zukünftig aber auch gemeinsame Instrumente und Institutionen nötig, um Vereinbarungen für eine internationale Rohstoffgovernance in der Praxis zu verfolgen und umzusetzen.

Die BIGS Studie "Nationale Versorgungssicherheit, internationale Rohstoffpolitik und nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit - Eine Gleichung ohne Lösung?" legt die Thematik ausführlich dar und beinhaltet den Konferenzbericht zum Workshop.


Stefan Beißwenger (Impact Solutions UG), Franca Schwarz (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe), Dr. Peter Wolff (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik) und Dirk Schattschneider (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) in der Diskussion

 


Dr. Stormy-Annika Mildner (Stiftung Wissenschaft und Politik), Dr. Diana Bauer (U.S. Department of Energy), Dr. Jackson Janes (AICGS) und Reinhard Krause (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) auf dem zweiten Panel