Lagebild zum Hackerangriff auf Telekomgeräte

Unsere Partner von der FU Berlin im Projekt RiskViz haben zum aktuellen Angriff auf die Router der Telekom ein detailliertes Lagebild erstellt. Nach den USA ist Deutschland am Häufigsten betroffen. Details des Lagebildes und weitere Karten können bei der FU eingesehen werden.

TR069 Germany 20161123

Quelle: Freie Universität Berlin/scadacs.org

Integration auf Augenhöhe – Wertevermittlung für Geflüchtete durch Peers

Geflüchtete, die sich in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden wollen und müssen, suchen nach Halt, Orientierung, Hilfe und Rat. Die Frage, wo genau ihr Platz in der deutschen Gesellschaft sein wird und welche konkreten Vorteile die freiheitlich-demokratische Werteordnung für ihr eigenes Leben hat, ist nicht leicht zu vermitteln. Vorhandene Strategien der Wertevermittlung setzen oftmals auf Frontalunterricht, wobei neben sprachlichen auch kulturelle Hindernisse bestehen, die einen Wissens- und Erfahrungstransfer erschweren.

Das Projekt hat eine emphatische Wertevermittlung zum Ziel. Dazu wird eine Dialogplattform auf Augenhöhe geschaffen, auf welcher das interkulturelle Zusammenleben auf Basis von Werten umfassend, verständlich und praktikabel thematisiert werden kann. Geflüchtete werden dazu angeregt und dabei unterstützt, sich nachhaltig in die freiheitlich-demokratische Werteordnung zu integrieren. Dafür werden bereits integrierte Geflüchtete („Peers“) als Wissens- und Erfahrungsvermittler weitergebildet (Empowerment).

Der Innovationsgehalt des Modellprojekts liegt einerseits im Peergroup-Konzept im Workshopformat. Zum anderen führt ein theaterpädagogischer Ansatz in der Gruppenarbeit erfahrungsgemäß zu einer Weiterentwicklung sogenannter „soft skills“, wie z.B. Konfliktprävention durch kommunikative Mittel oder dem Aushalten von Ambiguität. Durch das Anstoßen von Reflexionsprozessen sollen insbesondere die konkreten Vorteile des im Grundgesetz beschriebenen freiheitlich-demokratischen Wertesystems für das eigene Leben bewusst gemacht werden. Thematisch werden auch kontroverse Themen, wie Islamismus oder der Nahostkonflikt, behandelt. Dadurch soll die Resilienz von Neuankömmlingen gegenüber extremistischen Ideologien gestärkt und zum Schutz der gesellschaftlichen Ordnung und der zivilen Sicherheit beigetragen werden.

Das Modellprojekt wird in Kooperation mit der European Foundation for Democracy (EFD) umgesetzt und im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

 

BuMi Familie