Lagebild zum Hackerangriff auf Telekomgeräte

Unsere Partner von der FU Berlin im Projekt RiskViz haben zum aktuellen Angriff auf die Router der Telekom ein detailliertes Lagebild erstellt. Nach den USA ist Deutschland am Häufigsten betroffen. Details des Lagebildes und weitere Karten können bei der FU eingesehen werden.

TR069 Germany 20161123

Quelle: Freie Universität Berlin/scadacs.org

PizzaSeminar am 26.05.2016: Zivil-militärische Zusammenarbeit von Bundeswehr und dem THW am Beispiel der Flüchtlingshilfe

Am 26.05.2016 fand bei der IABG in Berlin ein PizzaSeminar zu zivil-militärischer Zusammenarbeit statt. Diskutiert wurde über folgende Thematik:

Die Bewältigung von Naturkatastrophen und Großereignissen in Deutschland basiert in weiten Teilen auf den Grundlagen ehrenamtlichen Engagements. Dies gilt insbesondere für die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). Doch ausschließlich auf bürgerlichem Engagement beruhende Katastrophenschutzorganisationen sind nicht ausreichend in der Lage, Katastrophen- oder Großschadensereignisse alleine zu bewältigen. Die Aussetzung der Wehrpflicht erschwert es zusätzlich, junge Menschen für die Mitarbeit beim THW zu gewinnen.

Laut Presseberichten beinhaltet der aktuelle Entwurf des neuen Weißbuches einen Vorschlag zur erweiterten Einsatzfähigkeit der Bundeswehr im Inland: Ein schon mehrfach kontrovers diskutiertes Thema. Einsätze der Bundeswehr im Inland fanden in den letzten Jahren aber tatsächlich immer öfter statt – ohne dass dies von der Öffentlichkeit negativ wahrgenommen wurde. Die Bundeswehr unterstützt die zivilen Katastrophenschutzorganisationen auf Anfrage in eben den Situationen, die ansonsten nicht zu kontrollieren sind. Das Hochwasser 2013 oder die Sturmflut 2014, um nur zwei Beispiele aus der nahen Vergangenheit zu nennen. Zuständig auf Seiten der Bundeswehr für diese zivil-militärische Zusammenarbeit ist das Kommando Territoriale Aufgaben  (KdoTerrAufgBw).

Im Sommer 2015 forderte die unbekannte Dimension des Migrationsdrucks an den deutschen und europäischen Grenzen die Aufmerksamkeit des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr. Die deutschen Bundesländer haben schnell erkannt, dass eine Bewältigung der neuen Situation, ohne die Amtshilfe der Bundeswehr, nicht möglich ist. Ein weiteres Mal, diesmal in einem zeitlich sehr viel anspruchsvolleren Kontext als temporär beschränken Naturkatastrophen, wird die Bundeswehr im Inland gebraucht.

Dr. Tim Stuchtey führte durch ein Gespräch mit Herrn Broemme und Generalmajor Knappe über die Herausforderungen, Formen, Arten und Dimensionen der zivil-militärischen Zusammenarbeit – besonders mit Blick auf die aktuelle Situation.

Generalmajor Jürgen Knappe trat nach seinem Abitur in die Luftwaffe ein. Er studierte an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg Pädagogik. Seit Juli 2015 ist Generalmajor Knappe Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr (KdoTerrAufgBw). Eine seiner ersten Aufgaben in seiner neuen Position war es, die Amtshilfe der Bundeswehr bei der Flüchtlingskrise zu organisieren und zu koordinieren.

Albrecht Broemme studierte Elektrotechnik an der TU Darmstadt und trat mit 17 Jahren ins THW Darmstadt ein. Dieses Engagement erweiterte er durch ehrenamtliches Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr Darmstadt- Innenstadt. Nach seinem Studium begann er hauptamtlich als Brandreferendar bei der Berliner Feuerwehr. Es folgte eine Karriere bis zum Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr. Seit Mai 2006 ist er Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). Seit 2015 ist Herr Broemme zudem Sonderbeauftragter der Bundesregierung zur Umsetzung der Erklärung der Europäischen Union mit der Türkei zu Migration.