Lagebild zum Hackerangriff auf Telekomgeräte

Unsere Partner von der FU Berlin im Projekt RiskViz haben zum aktuellen Angriff auf die Router der Telekom ein detailliertes Lagebild erstellt. Nach den USA ist Deutschland am Häufigsten betroffen. Details des Lagebildes und weitere Karten können bei der FU eingesehen werden.

TR069 Germany 20161123

Quelle: Freie Universität Berlin/scadacs.org

Aktuelle Veranstaltungen

  • Aktuelles PizzaSeminar
  • BIGS Befragung 2017
  • Training für junge Leute zur Wertevermittlung in der Integration
  • Cyberversicherungen als Beitrag zum IT-Risikomanagement
  • Ringvorlesung WiSe 2017/18

Auch in diesem Jahr führen wir unsere Reihe der PizzaSeminare fort. Für den Auftakt konnten wir Dr. Ghassan Baliki als Referenten gewinnen, zu dessen Vortrag ich Sie am Freitag, dem 12.01.2018, um 12 Uhr c.t. einladen möchte. Sein Thema lautet:

´Crowd-seeding In Syria: Beyond Media-based conflict event data´

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungssprache Englisch ist.

Zum Thema:

Dr. Ghassan Baliki will discuss the quantitative research of violent political conflict. Despite the growing availability and use of conflict event datasets a number of analytical and conceptual challenges remain unresolved, particularly in regards the main sources of information which rely primarily on media (e.g., media outlets and press agencies). This poses a challenge on the quality of the data as media sources tend to be biased, particularly regarding warfare. To date there has been no rigorous empirical work that assess the extent of the media bias on conflict event data and its effect on its quality.

Baliki’s researchaddresses this gap by analyzing both the reporting and description bias on media outlets in Syria. By collecting information from 5 international and national news agencies for a randomly selected period of time, his approach shows that media outlets report less than 10% of the violent incidents that took place within the selected period. Moreover, there is also a significant bias by media source towards the actors reported and the geographic spread of the reported events. These findings stress the importance of shifting away from media-based event datasets.

In this direction, a new pilot dataset which uses an innovative approach to collect conflict event data from Syria, namely “Crowdseeding”, is introduced. By working directly with primary sources on the ground, we circumvented the use of media, and obtained day-to-day event data on violence and other political and peace actions taking place locally. These primary sources (or seeds) are formed from a well-trained selected team of civil society activists residing in various parts of Syria.

Dr. Ghassan Baliki is a Senior Researcher at ISDC - International Security and Development Center. He obtained his doctoral degree from Humboldt Universität zu Berlin, where he investigated the effect of media on conflict event data and the determinants of the spatial and temporal diffusion of violence in Syria. He is currently co-managing in collaboration with the London School of Economics (LSE) a project to collect conflict event data in Syria. He was previously a Marie Curie fellow with TAMNEAC (Training and Mobility Network for the economic Analysis of Conflict), a research associate at the German Institute of Economic Research (DIW), has worked with the EU Election Observation Mission of Lebanon as a media monitor and analyst, and as a Short-term Consultant with the World Bank.

His research interests include the analysis violent conflict (with focus on the Middle East), as well as topics related to fragility, deprivation, and democratization. His areas of expertise are quantitative statistical analysis and data collection and management.


Über Ihre Teilnahme am PizzaSeminar würde ich mich sehr freuen. Gerne dürfen Sie die Einladung auch an Ihre Kolleginnen und Kollegen weiterleiten.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bis Mittwoch, den 10.01.2018,  per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Es ist wieder ein Jahr vergangen und damit wieder Zeit für die alljährliche BIGS Befragung

Seit 2012 befragt das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) jährlich Unternehmen der Sicherheitswirtschaft über ihre Größe und Entwicklung sowie über Trends in Ihrer Branche. In Wirtschaft und Politik hat die anfänglich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Erhebung einige Aufmerksamkeit erregt: Zum ersten Mal wurde nachgewiesen, wie dynamisch sich die Sicherheitswirtschaft in Deutschland entwickelt. Aber erst mit Hilfe einer mehrjährigen Datenreihe können wir Veränderungen in der Branche wirklich beschreiben und analysieren. Wir wären Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie uns bei der Fortsetzung dieser Befragung unterstützen und uns helfen, eine aussagekräftige Stichprobengröße zu erlangen.

Die Daten werden selbstverständlich anonym erhoben, vertraulich behandelt und ausschließlich für Forschungs- und Studienzwecke verwendet. Veröffentlichungen aus den Vorjahren können Sie auf der Homepage des BIGS einsehen und herunterladen. Gerne schicken wir Ihnen auch die Ergebnisse dieser Umfrage im ersten Quartal 2018 zu, wenn Sie am Ende der Umfrage dies erklären.

Hier gehts zur BIGS Befragung 2017.

Im Rahmen des Projektes "Integration auf Augenhöhe" suchen wir Teilnehmende für unseren Trainerworkshop.

Training für junge Leute zur Wertevermittlung in der Integration in Berlin/Brandenburg


- Lebst du schon seit mindestens 18 Monaten in Deutschland, sprichst Arabisch und auch schon etwas Deutsch?
- Hast du Lust gemeinsam in einer Gruppe zu diskutieren, was eine inklusive und offene Gesellschaft für dich bedeutet, und welche Werte für das gemeinsame Zusammenleben in Deutschland wichtig sind?
- Scheust du dich nicht davor, über Themen wie Geschlechterfragen, Meinungsfreiheit oder Extremismus zu sprechen?
- Würdest du gern Fähigkeiten erhalten, die dir dabei helfen, besser mit anderen zu kommunizieren und Konflikte lösen zu können?


Dann sind wir genau auf der Suche nach dir!


- Wir möchten mit dir auf Augenhöhe, in Workshops und bei gemeinsamen Freizeitaktivitäten, über deine Einstellungen und Überzeugungen zu den Werten der deutschen Gesellschaft diskutieren.
- Du sollst dazu befähigt werden, darüber auch mit anderen zu diskutieren, die erst seit Kurzem in Deutschland sind und sich noch nicht so gut auskennen. Dadurch kannst du Neuankömmlinge dabei unterstützen, sich in der deutschen Gesellschaft besser zurechtzufinden.
- Du erhältst nach Abschluss der Workshopreihe ein Zertifikat sowie eine Aufwandsentschädigung für die Workshops, die du anschließend durchführst.
- Die Workshops starten im November 2017 und gehen voraussichtlich bis Februar 2018.


Wenn du Interesse hast mitzumachen, dann schick uns bitte, so schnell wie möglich, eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, auf Deutsch oder Arabisch, in der du dich und deine Motivation mitzumachen vorstellst. Bitte schlage uns drei Themen vor, die deiner Ansicht nach wichtig sind, um in der deutschen Gesellschaft anzukommen. Vielleicht hattest du positive oder negative Erlebnisse, die du gern in einer Gruppe Gleichgesinnter besprechen würdest.


Wir freuen uns sehr, von dir zu hören, und möchten ausdrücklich Frauen zur Bewerbung ermutigen.


Finde uns auch auf Facebook und teile diesen Aufruf dort mit deinen Freunden :)

Weitere Informationen finden Sie hier in Deutsch und Arabisch

Bei Fragen wenden Sie sich gerne per Email an Alexandra.Korn[at]bigs-potsdam.org .

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Cyberversicherungen als Beitrag zum IT-Risikomanagement- Eine Analyse der Märkte für Cyberversicherungen in Deutschland, der Schweiz, den USA und Großbritannien

Constance P. Baban, Tyson Barker, Yvonne Gruchmann, Christopher Paun, Anna Peters, Tim H. Stuchtey

Im September 2017 veröffentlichte das BIGS seine neuste Publikation. Die Studie, die im Rahmen des Projektes RiskViz entstand, wurde in unserer Reihe "BIGS Standpunkt" veröffentlicht. 

Zum Inhalt:

Warum kann man sich eigentlich nicht genau so gegen Cyberrisiken versichern wie gegen Einbruch? Diese Frage stand am Anfang unserer Überlegungen. Geht man dieser Frage nach, stellt man  schnell fest, dass es in einigen Ländern und von einigen Versicherungsunternehmen zwar einzelne Angebote gibt, diese sind aber häufig maßgeschneidert auf die Bedürfnisse von Großkunden und decken oftmals nur Teilaspekte des Cyberrisikos ab. 
In einigen Ländern (z.B. den USA) gibt es eine beachtliche Nachfrage nach solchen Produkten; in anderen Ländern (z.B. Großbritannien) gibt es die meisten Versicherungspolicen, die auf dem globalen Markt für Cyberversicherungen angeboten werden. Woran liegt das? Welche ordnungspolitischen Rahmenbedingungen begünstigen Nachfrage und Angebot in den jeweiligen Märkten und gelingt es effizient, das Cyberrisiko berechenbar zu machen und in die Hände von Versicherungsunternehmen zu transferieren? Diesen Fragen gehen wir in der vorliegenden Studie nach. 
Dabei wird zunächst die Rolle von Versicherungen beim ökonomischen Umgang mit Cyberrisiken analysiert und ein ganz besonderer Fokus auf industrielle Cyberrisiken gelegt. Nicht so sehr der Datendiebstahl mit dem Tatwerkzeug Internet steht also im Vordergrund, sondern die Manipulation oder gar Sabotage industrieller Produktionsprozesse über SCADA- und Industrielle Kontrollsysteme. 
Immer häufiger werden industrielle Prozesse über das Internet gesteuert. Industrie 4.0 und die Entwicklung in Richtung eines Internet der Dinge (IoT) erhöhen die Anzahl der potentiellen Angriffsvektoren, so dass ein wirtschaftlicher Umgang mit IT-Sicherheitsrisiken für Unternehmen eine elementare Managementaufgabe wird, wenn sie die Chancen der Digitalisierung nutzen wollen, ohne zugleich unkalkulierbare Risiken einzugehen. Der Risikotransfer zu Versicherungen spielt bei der Bewältigung der Managementaufgabe eine herausgehobene Rolle. Gelingt dies nicht, wird auch die Digitalisierung der Produktion in seiner Entwicklung gebremst. 
Ebenso diskutieren wir die Notwendigkeit von Sicherheitsstandards im Cyberraum und damit verbunden die Notwendigkeit staatlicher Regulierung, um das Sicherheitsniveau zu erhöhen. Auch in diesem Zusammenhang können Versicherungen als Quasi-Regulierer über ihre Versicherungsbedingungen eine wichtige Rolle spielen und Anreiz für verstärkte Schutzanstrengungen der Industrie sein. Ob sie die Rolle auch wahrnehmen, ist eine weitere Frage, der wir in dieser Studie nachgehen.

Standpunkt Nr. 9 Titelbild

Gegen einen Kostenbeitrag von 10,00 EUR senden wir Ihnen die Publikation mit größtem Vergnügen als Printversion zu. Bei Interesse melden Sie sich gerne unter info[at]bigs-potsdam.org.

 

 In diesem Wintersemester ändern wir unsere Routine ein wenig.

Statt eines regulären Seminars, wie in den letzten Jahren, haben wir für das Wintersemester, in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaften der Universität Potsdam, eine Ringvorlesung mit dem Titel "Sicherheit - wirklich nur ein öffentliches Gut?" organisiert. 

Die Ringvorlesung wird wöchentlich vom 25.10.2017 bis zum 07.02.2018 mittwochs von 16:00 - 18:00 Uhr c.t. im Raum 03.06.S28 am Campus Griebnitzsee stattfinden. 

Das Programm finden Sie hier.

 

Veranstaltungsbeschreibung:

Kaum ein anderes Thema wurde in der Öffentlichkeit in der jüngeren Vergangenheit so kontrovers und intensiv diskutiert wie die Frage nach der Gewährleistung von Sicherheit. Die Ringvorlesung “Sicherheit – Wirklich nur ein öffentliches Gut?“ beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit der Frage, welche Rolle private Akteure bei der Herstellung von Schutz spielen beziehungsweise in der Zukunft spielen können? Während im öffentlichen Diskurs mehrheitlich davon ausgegangen wird, dass es sich bei Schutzleistungen um ein vom Staat zu produzierendes und zu finanzierendes öffentliches Gut handelt, ist in der Realität seit Jahren ein Trend zur privaten Bereitstellung zu beobachten. In den einzelnen Beiträgen werden diesbezüglich unterschiedliche Aspekte der Privatisierung von Sicherheit thematisiert.

Der erste Teil der Veranstaltung zeichnet sich dabei durch einen eher theoretischen Hintergrund aus. Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Disziplinen, wie der Volkswirtschafts- oder Rechtslehre, geben zum einen einen Überblick über den Stand der Privatisierung im Bereich der zivilen Sicherheit sowie einen Ausblick auf zu erwartende Entwicklungen. Zum anderen werden Fragen nach der Legitimität, der demokratischen Kontrolle oder den rechtlichen Grenzen des Einsatzes privater Sicherheitsdienstleister behandelt. Im Allgemeinen soll so herausgearbeitet werden, welchen Beitrag die Sicherheitswirtschaft aus ordnungspolitischer Sicht leisten kann (bzw. sollte) und in welchem Rahmen neue Dienstleistungen und Organisationsformen von Schutz und Sicherheit entstehen können.

Im zweiten Teil berichten dann Praktiker aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen über ihre Erfahrungen mit privaten Sicherheitsdienstleistern. Neben der politisch-administrativen Ebene kommen Verbandsmitglieder sowie Vertreter der Sicherheitsbranche zu Wort. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten des praktischen Teils gehören vor allem die Herausarbeitung der Bedeutung der privaten Sicherheitswirtschaft für staatliche Entscheidungsträger in Zeiten wachsender Bedrohungen durch Terrorismus oder natürliche Katastrophen. Weiterhin werden bestehende Kooperationen zwischen staatlichen Sicherheitsbehörden und privaten Akteuren vorgestellt. Anhand konkreter Fallbeispiele, wie der Durchführung von Personen- und Gepäckkontrollen an Flughäfen durch private Dienstleister, soll dabei anschaulich verdeutlicht werden, welche Formen der Kooperation besonders gut funktionieren und welche Probleme in der täglichen Arbeit auftreten.

Die Ringvorlesung findet im Rahmen des vom BMBF geförderten Verbundprojektes OSiMa („Die Ordnung des Sicherheitsmarktes“) statt. In diesem fungiert das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) als Konsortialführer. Weitere Projektpartner sind die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), die Friedrich Schiller Universität Jena (FSU Jena), die Universität Potsdam sowie der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und das Frauenhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme (FOKUS). Das Projekt läuft noch bis Juni 2019.

Kontakt:

Christoph Nitze
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Verbundprojekt “OSiMa“
Seniorprofessur für Politikwissenschaft, Verwaltung und Organisation
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 0331/977 3212 oder 0331/977 4563