Policy Paper No.7

Cyber Insurance as a Contribution to IT Risk Management

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Cyberversicherungen als Beitrag zum IT-Risikomanagement- Eine Analyse der Märkte für Cyberversicherungen in Deutschland, der Schweiz, den USA und Großbritannien

Constance P. Baban, Tyson Barker, Yvonne Gruchmann, Christopher Paun, Anna Peters, Tim H. Stuchtey

Im September 2017 veröffentlichte das BIGS seine neuste Publikation. Die Studie, die im Rahmen des Projektes RiskViz entstand, wurde in unserer Reihe "BIGS Standpunkt" veröffentlicht. 

Zum Inhalt:

Warum kann man sich eigentlich nicht genau so gegen Cyberrisiken versichern wie gegen Einbruch? Diese Frage stand am Anfang unserer Überlegungen. Geht man dieser Frage nach, stellt man  schnell fest, dass es in einigen Ländern und von einigen Versicherungsunternehmen zwar einzelne Angebote gibt, diese sind aber häufig maßgeschneidert auf die Bedürfnisse von Großkunden und decken oftmals nur Teilaspekte des Cyberrisikos ab. 
In einigen Ländern (z.B. den USA) gibt es eine beachtliche Nachfrage nach solchen Produkten; in anderen Ländern (z.B. Großbritannien) gibt es die meisten Versicherungspolicen, die auf dem globalen Markt für Cyberversicherungen angeboten werden. Woran liegt das? Welche ordnungspolitischen Rahmenbedingungen begünstigen Nachfrage und Angebot in den jeweiligen Märkten und gelingt es effizient, das Cyberrisiko berechenbar zu machen und in die Hände von Versicherungsunternehmen zu transferieren? Diesen Fragen gehen wir in der vorliegenden Studie nach. 
Dabei wird zunächst die Rolle von Versicherungen beim ökonomischen Umgang mit Cyberrisiken analysiert und ein ganz besonderer Fokus auf industrielle Cyberrisiken gelegt. Nicht so sehr der Datendiebstahl mit dem Tatwerkzeug Internet steht also im Vordergrund, sondern die Manipulation oder gar Sabotage industrieller Produktionsprozesse über SCADA- und Industrielle Kontrollsysteme. 
Immer häufiger werden industrielle Prozesse über das Internet gesteuert. Industrie 4.0 und die Entwicklung in Richtung eines Internet der Dinge (IoT) erhöhen die Anzahl der potentiellen Angriffsvektoren, so dass ein wirtschaftlicher Umgang mit IT-Sicherheitsrisiken für Unternehmen eine elementare Managementaufgabe wird, wenn sie die Chancen der Digitalisierung nutzen wollen, ohne zugleich unkalkulierbare Risiken einzugehen. Der Risikotransfer zu Versicherungen spielt bei der Bewältigung der Managementaufgabe eine herausgehobene Rolle. Gelingt dies nicht, wird auch die Digitalisierung der Produktion in seiner Entwicklung gebremst. 
Ebenso diskutieren wir die Notwendigkeit von Sicherheitsstandards im Cyberraum und damit verbunden die Notwendigkeit staatlicher Regulierung, um das Sicherheitsniveau zu erhöhen. Auch in diesem Zusammenhang können Versicherungen als Quasi-Regulierer über ihre Versicherungsbedingungen eine wichtige Rolle spielen und Anreiz für verstärkte Schutzanstrengungen der Industrie sein. Ob sie die Rolle auch wahrnehmen, ist eine weitere Frage, der wir in dieser Studie nachgehen.

Standpunkt Nr. 9 Titelbild

Gegen einen Kostenbeitrag von 10,00 EUR senden wir Ihnen die Publikation mit größtem Vergnügen als Printversion zu. Bei Interesse melden Sie sich gerne unter info[at]bigs-potsdam.org.

 

Sicherheit – wirklich nur ein öffentliches Gut?

Sommersemester 2018

mit Moritz Ansmann, Christoph Nitze, Dr. Johannes Rieckmann, Dr. Tim Stuchtey


Kaum ein anderes Thema wurde in der Öffentlichkeit in der jüngeren Vergangenheit so kontrovers und intensiv diskutiert wie die Frage nach der Gewährleistung von Sicherheit. Das Blockseminar ”Sicherheit – wirklich nur ein öffentliches Gut?” beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit der Frage, welche Rolle private Akteure bei der Herstellung von Schutz spielen beziehungsweise zukünftig spielen können und sollten. Während im öffentlichen Diskurs mehrheitlich davon ausgegangen wird, dass es sich bei Schutzleistungen um ein vom Staat zu produzierendes und zu finanzierendes öffentliches Gut handelt, ist in der Realität seit Jahren ein Trend zur privaten Bereitstellung zu beobachten. In den einzelnen Seminarblöcken werden diesbezüglich unterschiedliche Perspektiven auf und Aspekte der Privatisierung von Sicherheit thematisiert.

Veranstaltungsbeschreibung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein letztes Mal vor unserer Sommerpause laden wir Sie zu einem PizzaSeminar des BIGS ein. Gemeinsam mit Dr. Neil Ferguson und Dr. Johannes Rieckmann wird Dr. Tim Stuchtey am Donnerstag, dem 19.07.2018, von 12 bis 14 Uhr c.t. mit Ihnen zu folgendem Thema diskutieren:


Die Kosten des Extremismus

Im Auftrag des Counter Extremism Project aus den USA dürfen wir uns über die wirtschaftlichen Konsequenzen einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft Gedanken machen. Die ersten Ergebnisse dieses Prozesses wollen wir mit Ihnen teilen und diskutieren. Dabei werden unsere Vorträge überwiegend auf Deutsch, teilweise aber auch auf Englisch gehalten.


zum Thema:

When the costs of extremism, terrorism and other forms of political violence are considered, they are seldom thought of (or calculated) economically. In turn, some costs are likely to be grossly inflated, while others are likely underestimated. Developed from first-principles, we propose an approach that places costs into one of six broad categorisations: deadweight loss; opportunity cost; transfer; externalities; spillovers; and crowding out. In this research, we consider a range of costs imposed by extremism and define into which of these categories it falls. In turn, we provide examples on how to calculate the costs that fall into each category in the specific context of a German city. From this more accurate categorisation of costs comes a stronger foundation to measure the true extent of the costs of extremism.

 

zu den Rednern:

Dr. Neil Ferguson ist Wirtschaftswissenschafter und spezialisiert auf die Felder Entwicklung und Sicherheit. Er promovierte an der Heriot-Watt University im Rahmen des Scottish Graduate Programme in Economics. Anschließend arbeitete er beim DIW in Berlin und am Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI). Neil Ferguson ist besonderes interessiert an Forschung in den Bereichen angewandter Mikroökonomie und Mikroökonometrie, Wirkungsevaluation und Verhaltens- und Spieltheorie. Er arbeitete bereits in Nordirland, Mexiko, Kenia, Kirgistan, und im subsaharischen Afrika.

Dr. Johannes Rieckmann ist Senior Research Fellow am BIGS und beschäftigt sich unter anderem mit ökonomischen Fragestellungen von Cybersicherheit, Ordnungspolitik im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Schutz durch öffentliche und private Dienstleister. Er hat Wirtschaftswissenschaften in Bremen und Paris studiert und promovierte anschließend am Lehrstuhl für Volkswirtschaftstheorie und Entwicklungsökonomik an der Universität Göttingen. Im Rahmen seiner anschließenden Tätigkeit am DIW Berlin arbeitete er an der Entwicklung des WISIND-Indikators zur Abbildung objektiver Kriminalitätslage sowie subjektiver Wahrnehmung in Deutschland.

Dr. Tim Stuchtey ist Diplom-Volkswirt und hat an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster studiert und an der Technischen Universität Berlin im Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik promoviert.
An der Humboldt-Universität baute Tim Stuchtey die Humboldt Institution on Transatlantic Issues (HITI) auf und wechselte 2007 als Senior Fellow und Program Director Business and Economics an das American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) an der Johns Hopkins University in Washington, DC.
2010 wurde er geschäftsführender Direktor des BIGS.

 

Einladung zum PizzaSeminar